Klosteraufenthalt vom 15. bis 21. Oktober 2004 in Solesmes


Herzlichen Dank an Mathias Kunst, der all die Bilder (und noch viele mehr) gemacht hat.


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das Kloster von Solesmes

Impression an der Klostermauer

Teppich zur Offenbarung des Johannes in Angers

gespiegelte Kathedrale in Reims

Gruppenbild 1

Gruppenbild 2

Gruppenbild 3

Gruppenbild 4

Gruppenbild 5


Kommentar eines der Mitreisenden

Eigentlich sollte es ein besinnlicher Klosteraufenthalt werden, doch schon bald outete sich der Reiseleiter als Organisator einer dieser typischen Butterfahrten, bei denen die gutgläubigen Pilger ihre letzten Cents opfern müssen.

Es begann schon damit, dass freundliche, junge Fräuleins dem der französischen Sprache nicht mächtigen Fahrers überhöhte Mautgebühren abtrotzten (Dank dem in Frankreich problemlos funktionierenden Mautsystems).

Kurz nachdem wir in Chartres die Kathedrale besichtigt hatten, wurden wir unversehens Opfer der inoffiziellen Auftaktveranstaltung dieser Butterfahrt: 5,80 EUR pro Stückchen Kuchen flossen in die Kasse der netten Damen hinter der Bar, die unser Reiseleiter für uns - anscheinend uneigennützig - ausgewählt hatte.

Endlich im Kloster angekommen, besuchten wir dort die Vesper, ohne zu merken, dass auch dies ein Baustein der ausgeklügelten Reiseplanung war. Doch zum Glück bemerkte der Reiseleiter erst nach mehreren Tagen, dass keiner der Mitreisenden der lateinischen Sprache mächtig war und daher die angebotene sprituelle Ware nur kritischen Absatz fand. Auch die bereitliegende Übersetzung ins Französiche half dabei wenig. Dennoch wurde diese spirituelle Verkaufsveranstaltung regelmäßig - zumindest körperlich - besucht.

Um den Umsatz dann doch noch in die vorgesehenen Bahnen zu lenken, wurden vom Reiseleiter kurzerhand Privataudienzen bei verdienten Mönchen organisiert. Dabei wurde unter anderem der Palaeographiesaal besichtigt. Jedoch fand auch die dort angebotene Ware nicht den erhofften Absatz, da es sich überwiegend um veraltete Literatur minderer Qualität handelte. Die teuersten Angebote waren sogar nur vom Original abgepaust oder abphotographiert. Erst der wiederholte Besuch des Pater Kantor (unter dem zweifelhaften Vorwand mit uns üben zu wollen) brachten den erwünschten Erfolg: In kürzester Zeit waren danach die im Klosterladen angebotenen CD's über den Ladentisch gegangen.

Auch in den Zeiten der Recreation wurden die unbedarften Pilger von erfahrenen Verkäufern zum Kauf unnötiger Ware angeregt: Die Werbung für Digitalkameras oder für Apfelessig war noch durchschaubar. Viel unterbewusster wurde ein Farberkennungsgerät für schlappe 500 EUR beworben. Den Gipfel bei diesen Veranstaltungen lieferte jedoch der Vertreter, der zum sofortigen Abschluss einer notariell beglaubigten Generalvollmacht zu seinen Gunsten aufrief. Der selbe Vertreter hatte tags zuvor bereits bei einer Reise ins Umland von Angers für eine - angeblich unverbindliche - Wein-Degustation geworben. Das Ergebnis war, dass veralteter Wein zu überhöhten Preisen gleich palettenweise an die Mitreisenden abgesetzt wurde.

Schließlich gelang es Abt Boursin während der abendlichen Zusammenkünfte gekonnt, die letzten Scheine und Münzen der Mitreisenden einzusacken. Nachdem die Kassen der Mitreisenden schließlich geleert waren, konnte der Weg nach Hause wieder angetreten werden. Allerdings wurde für das kommende Jahr bereits eine Fortsetzung der Verkaufsveranstaltung in Beuron oder Einsiedeln angekündigt.